Urlaub am Strand 2017

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Für 2017 war der erste Urlaub am Strand geplant. Gerade Leny kannte den Strand und das Meer nur aus Erzählungen, Videos und Fotos. Wann aber fahren und wohin? In den Sommerferien? Viel zu teuer, gerade weil wir noch zwei nicht-schulpflichtige Kinder haben, mit denen wir in der etwas günstigeren Saison fahren könnten… Und da spielte uns der Zufall in die Karten und ich musste beruflich zu einer Tagung in Rostock fahren. Angesetzt auf zwei Tage haben wir mal geschaut, ob sich das mit einem Kurzurlaub verbinden lässt. Yvonne hat nach Ferienhäuser gesucht und ich mit meinem Kollegen gesprochen und mal geschaut, ob das überhaupt passt, dass ich nach dem Tagungswochenende noch drei Tage Urlaub dranhängen kann.

Mein Urlaub war eingereicht, ein passendes Ferienhaus im Ferienpark-Arielle gefunden und mit Moni und Ralf auch noch zwei weitere Urlaubswillige gefunden.

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Am Freitagmorgen, früh um 05:00 Uhr ging es los; die Autos wurden schon am Vorabend beladen. Leny stand das erste Mal um 2:00 Uhr, mit der Frage, wann es endlich losginge, an unserem Bett. Lya legten wir schlafend in den Autositz und die Mädels meisterten die Fahrt ohne Probleme. Mit nur zwei Stopps, einmal um die Toilette aufzusuchen und einmal um zu frühstücken, sind wir gegen 11:30 Uhr an der Rezeption des Ferienparks angekommen. An dieser Stelle sei schon mal erwähnt, dass wir den Ferienpark-Arielle ohne Einschränkungen weiterempfehlen können. Von der Buchung bis hin zur Abreise wurden wir sehr gut betreut und es gab an keiner Stelle etwas zu beanstanden.

Unser Ferienhaus mit vier (!) Schlafzimmern, zwei Bädern, einem großen Wohn-/Essbereich und einer tollen Terasse ließ keine Wünsche offen.

Fußläufig hatten wir einen „eigenen“ Strand, den wir täglich besucht haben. Ab dem zweiten Tag (Samstag) hatten wir dann auch unfassbar gutes Wetter jenseits der 20 Grad Marke und puren Sonnenschein.

Unbezahlbar war die Reaktion von Leny und Lya, als sie das erste Mal über die Düne an den Strand kamen und das offene Meer gesehen haben. Das sind die Momente im Leben der Eltern, die das Herz öffnen und die Welt einen Moment stillsteht.

Da der zweite Tagungstag abgesagt bzw. in den ersten vorgezogen wurde, hatten wir als Familie sogar noch einen Tag mehr, den wir gemeinsam am Strand und in Warnemünde verbringen konnten. Da noch keine Saison war, waren weder der Strand, noch die Promenade überfüllt. Gut besucht, aber man hatte nie das Gefühl, dass es zu voll wird.

Leny, Lya und Opa-Ralf haben sich täglich mit Eis versorgt, ein leckeres Backfisch-Brötchen habe ich mir mit Oma-Moni gegönnt und ein dänisches Softeis darf in Warnemünde natürlich auch nicht fehlen. Zwar haben wir keine teuren Souvenirs gekauft, dafür aber einen „Die Eiskönigin“-Drachen, den wir an „unserem“ Strand haben steigen lassen. Einfach nur die Seele baumeln lassen, den Kinder am Strand hinterherrennen und auch mal die Füße ins Meer halten…

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Da wir nun schon „am Wasser“ waren, wollte Leny auch mal mit einem Schiff fahren. Gesagt, getan und ab ging es auf ein Boot für eine Tour von Warnemünde nach Rostock und zurück. Am Hafen, wo die großen Kreuzfahrtschiffe anlegen, angekommen, wurden wir erstmal von dem größten Kreuzfahrtschiff, der Regal Princess, welches in Warnemünde in diesem Jahr angelegt hat, erschlagen.

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Natürlich sind wir auch unserer alten Familien- und Freunde-Tradition nachgegangen, die wir seit Jahren etabliert haben. In jeder Stadt, in der wir zu Besuch sind, gehen wir gemeinsam in den Zoo. Somit auch in den Rostocker Zoo, der als bester Zoo Europas in der Kategorie II ausgezeichnet wurde.  Yvonne, als Zoo-Expertin, war nach den Vorschusslorbeeren etwas enttäuscht und findet nach wie vor die Zoos in Köln und München am schönsten. Ansonsten gilt es zu erwähnen, dass der Zoo mit Erlebnisstationen für Kinder gespickt ist und auch Leny sich dort ausgetobt und viel erlebt hat. Ich selbst fand den Zoo sehr schön und vor allem das Darwineum hat mich total fasziniert.

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Und schon waren die fünf Tage und vier Nächte schon wieder vorbei und wir haben uns auf den Rückweg gemacht. Mit einem kurzen halt in Hamburg, wo wir bei Jim Block einen leckeren Burger gegessen haben, auch das ist schon Tradition, wenn wir im hohen Norden sind. Dort haben wir kurzerhand beschlossen auch noch mal im Designer Outlet Soltau zuhalten, um zu schauen, ob wir vielleicht noch das ein oder andere Schnäppchen mit nach Hause bringen können; wo wir ja noch keine Souvenirs gekauft haben. Und so wie es immer ist, haben wir nur Dinge für unsere Kinder gefunden und sie neu einkleidet…

Die Rückfahrt weiter in die Heimat war dann doch etwas holprig und die Kinder nach einer gewissen Zeit in diversen Staus ein wenig quengeln.

Zu Hause angekommen war das erste Resümee aber direkt, dass wir nicht das letzte Mal an der Ostsee waren. Mit vergleichbar geringem Aufwand hatten wir eine tolle Zeit und freuen uns schon auf den nächsten Strandbesuch.