Trollstigen, Entenrennen & Spaziergang in Molde

– Andalsnes & Molde –

Unser zweiter Halt in Andalsnes, an dem wir unseren ersten AIDA Busausflug angetreten haben, fing auch schon wieder früh an. Um 6:00 Uhr klingelte mein Wecker und ich bin erst einmal nach draußen auf den Balkon gegangen, um zu schauen welches Landschaftsbild zu sehen war; es ist nach wie vor einfach unglaublich wie schön die Landschaft hier in Norwegen ist. Mädels geweckt, fertig gemacht und ab auf Deck 14 ins Fuego zum Frühstück; heute unter etwas mehr Zeitdruck, damit wir pünktlich am Bus sein konnten. Yvonne, Lya und Leny haben noch in Ruhe zu Ende gefrühstückt, während ich schon einmal auf Deck 4, zur Rezeption, gegangen bin, um Lya’s Kindersitz zu holen. 

Auf der Kabine haben wir unsere Sachen gepackt und haben uns dann vollgepackt in Richtung Gangway auf Deck 3 gemacht. Die Aufzüge waren voll und gefühlt wollte das ganze Schiff gleichzeitig von Bord; aber auch hier können wir wirklich sagen, dass alles super gut organisiert ist, man sich für die Landgänge an einem Terminal mit seiner Bordkarte kurz auscheckt, um dann die Stadt erkunden zu können. 

Wir stiegen in den Bus Nr. 3 des Ausflugs AND02 (Fahrt zum Trollstigen) und harrten der Dinge, die nun kommen sollten. 

Ich gebe ab an Yvonne:
Ein freundlicher, älterer Herr namens Peter, begrüßte uns und stellte sich und den Busfahrer Alf vor. Nach einem „lustigen“ Spruch: „Mal schauen, ob wir das Schiff heute nochmal wiedersehen!“, ging die Fahrt los. Vorbei am Hafen, einem kleinen Industriegebiet und einem kleinen Einkaufszentrum ging es Richtung Trollstigen. Wer schon mal etwas von dieser Straße gehört hat, weiß bereits jetzt, was uns dort erwartete. Peter erzählte uns unterwegs einiges über die Landschaft, die Kultur und die Geschichte Norwegens. Der erste Halt ließ nicht lange auf sich warten. 15 Minuten Pipi-Pause, Zeit für Fotos und individuelle Fragen. Wir entdeckten den ersten Troll auf unserem Ausflug und im Souvenir Shop stand der Nächste. Schon ging es weiter in Richtung der berühmten Straße. Am Fuße angekommen, gab es einen sogenannten Japan-Stopp: Alle raus, eins, zwei Fotos machen und wieder in den Bus. Was vor uns lag war gigantisch und ich fragte mich, ob ich dieser Tour wirklich freiwillig zugestimmt hatte, als ich die 11 engen Haarnadelkurven sah.

Also alle wieder in den Bus und los ging es. Nach zwei Serpentinen hörte ich auf zu zählen und konzentrierte mich auf den Gedanken: „Alf ist ein erfahrener Busfahrer! Er weiß schon was er tut!“ Und das wusste er… Mit einer Souveränität lenkte er uns um die Kurven! Über die auswärtigen Autos oder Wohnmobile schmunzelte er nur. An den Stellen, an denen uns ein Bus entgegen kam, blieb er ruhig, grüßte seine Kollegen und weiter ging die wilde Fahrt. Was man aus den Fenstern entdecken konnte, war einfach so schön! In jedem Fels war ein Trollgesicht zu erkennen und auch der Wasserfall, über den nur eine schmale Brücke führte, waren gigantisch. Oben angekommen hieß es, alle raus und auf zur Aussichtsplattform. Vorbei an einem glasklaren Gewässer und unzähligen Steintürmchen gingen wir einige Meter. Der Ausblick belohnte uns, für die doch ein wenig aufregende Busfahrt. Ganz klein konnten wir das Auge der AIDA Perla entdecken, aber klar wurde es auch nur durch die Ferngläser unserer Mädels. Ich kann gar nicht beschreiben, welch eindrucksvoller Ausblick das war! 

Die Frage die ich mir auf dem Rückweg stellte, müssen wir auch wieder diese Strasse runterfahren oder gibt es wohl eine Alternative. Die Alternative gibt es sicher, aber nicht für Alf. So fuhren wir wieder die enge Straße hinunter und an der ein oder anderen Stelle fragte ich mich: „Wenn man schon eine Straße in den Berg schlägt, warum macht man sie dann nicht einfach 10 cm breiter?“ Den entgegenkommenden Auto- und Busfahrern hätten wir die Hand schütteln können. Einmal musste er in einer Kurve so gar kurz Rückwärts fahren… Durch die Frontscheibe konnte ich über den, nur mit einem schmalen Stein gesicherten, Abhang schauen. Diese Fahrt grenzte an Millimeterarbeit. Unten angekommen, machten wir wieder einen kurzen Stopp. Hier gab es einige Trolle zu bestaunen, laut Leny und SID ein unfassbar leckeres Softeis und einen Spielplatz. Leny freute sich über ihr Eis welches SID zu Ende essen durfte :-), während Lya die Kletterwand des Spielplatzes erklomm. 

Es ging zurück zum Bus. Am Hafen angekommen, gab es einen dicken Applaus für Peter, der tolle Dinge über Norwegen und die Umgebung erzählte und für Alf, der uns lebend zurück zum Schiff brachte. 

So ein Ausflug macht natürlich hungrig. 🙂 Also brachten wir kurz die Sachen auf die Kabine bevor wir es uns im Bella Donna gemütlich machten. Hier planten wir auch den weiteren Tag. Um 14.00 Uhr lagen wir pünktlich zum Sail Away auf dem Sonnendeck (Deck 15). Um 14.30 Uhr ging es auf dann schon auf zum nächsten Familien-Event: Enten Rennen im Four Elements. Eine Scharr von Kindern, inkl. Eltern, feuerten ihre Gummi-Ente an, welche durch den Lazy River düsten. Unsere Enten machten das Rennen leider nicht, aber es ging ja auch um den Spass. Weiter ging es für uns im Organic Spa, dem Wellness Bereich von AIDA Perla, wo heute um Preise gewürfelt werden konnte. Lya erwürfelte 5% auf eine Anwendung, also buchte ich für mich kurzfristig eine Rückenmassage… Während SID das Einlaufen in Molde auf dem Balkon genoss, Leny und Lya ein Eis essen gingen, machte ich es mir also im Spa Bereich bequem. Die Massage war wirklich sehr entspannend. 

Gegen 17.30 Uhr gingen wir in Molde von Bord. Das Wetter war super. Wir gingen den Hafen entlang und trafen eine Familie, die wir bereits bei der Einschiffung am Terminal in Steinwerder kennengelernt haben. Kurz tauschten wir uns über die ersten Ausflüge und Erfahrungen aus, bevor es für uns weiter zum Rathaus ging. Molde ist die Stadt der Rosen. Am Rathaus befindet sich sowohl das Wahrzeichen der Stadt (ein Rosenmädchen), als auch der Rosengarten auf dem Dach des Gebäudes. 

Von dort gingen wir durch das kleine Städtchen in Richtung Fußballstadion. Dieses Stadion ist direkt am Hafen gebaut und wohl bekannt.  

Zurück an Bord ging es zum Abendessen. Heute versuchten wir mal das East Restaurant. Da Lya leider nichts fand, gingen wir danach noch mit ihr ins Weite Welt Restaurant. Verhungern wird hier an Bord niemand ;-).

SID und Leny machten sich schon auf den Weg zur Kabine und Lya und ich gingen nochmal kurz zum Shop und zur Bar. Während wir auf unsere Cocktails warteten, shakerte Lya fröhlich mit den Barkeepern. Pünktlich zum Ablegen waren wir zurück auf der Kabine. 

Mein Fazit zum Tag: 
Auch wenn ich richtig Schiss hatte, hat sich die Fahrt zum Trollstigen in Andalsnes mehr als gelohnt. 

Molde ist ein kleines Städtchen, welches sehr viel Charme hat. 

Ziel war es früh ins Bett zugehen, da morgen mit der Fahrt in den Geiranger Fjord ein weiteres Highlight ansteht; leider hat das nicht ganz so geklappt.
Die Mitarbeiter:innen an Bord sind alle super freundlich und zu jederzeit hilfsbereit; man fühlt sich sehr gut aufgehoben und besonders für Kids, egal welchen Alters, hat man hier auf der AIDA ein großes Herz.
Leider haben einige Mitreisende ihre gute Laune wohl in Hamburg vergessen und sind sich nicht so richtig darüber im klaren, dass sie im Urlaub sind…
Aber Hauptsache wir haben Spaß! 

Wir haben heute 10,98 km zurückgelegt und sind 18.097 Schritte gelaufen. 

Nun ist der Wecker auf 6.00 Uhr gestellt, damit wir die Einfahrt in den Geiranger Fjord in vollen Zügen genießen können. 

Video – 24.08.2023 – Tag 05 – Andalsnes & Molde

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