Welch wunderbare Reise ist zu Ende gegangen und nun blicken wir mit etwas Abstand zurück.

Ich möchte sagen, dass ich wirklich positiv überrascht bin, von diesem wirklich riesigen Schiff. Nach allen Berichten die ich im Vorfeld gelesen habe und von Erzählungen habe ich der AIDAnova am Anfang eigentlich nicht wirklich eine Chance gegeben und war sehr skeptisch. Ich war davon überzeugt, dass das unsere erste und letzte Reise mit so einem großen Schiff sein wird.
Jedoch wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Ja, die AIDAnova ist wirklich nochmal um einiges größer als die AIDAperla, aber trotzdem konnte sie mich überzeugen. Sie hat mich mit dem Angebot, der Vielfalt und der, wie von AIDA gewohnt, sehr fürsorlgichen Crew überzeugt. In meinem Ranking bleibt die AIDAperla zwar auf der eins, aber die Nova folgt direkt danach und ich schließe nicht aus, dass wir sie wieder buchen. Davon bin ich vor der Reise nicht ausgegangen und habe auch kein Geheimnis daraus gemacht
Wo fang ich an?
– Entertainment –
Das Entertainmentprogramm bietet auf den großen Schiffen wirklich für jeden etwas, so dass auch jeder auf seine Kosten kommt. Was wir dieses mal anders gemacht haben, wir sind nicht in Freitzeitstress gekommen bzw. nur am letzten Tag. Uns war klar, wir können und werden nicht überall sein können und nicht alles erleben, was an Bord angeboten wird, und deswegen sind wir von Anfang an entspannter an die Sache gegangen.

Mein Highlight war die Teilnahme am Urlaubsduell im Studio X! Wir haben es gerockt und es hat wirklich viel Spaß gemacht!
– Die Restaurants –
18 Restaurants wurden uns geboten und wir waren in vielen davon. Unser absolutes Lieblingsrestaurant wurde aber sehr schnell der Yacht Club, denn hier hatten Leny und Lya Orlando und Ramiel als Anlaufpunkt. Das Essen war wirklich überall top. Die Wartezeiten am Buffet sind wirklich nicht erwähnenswert.

Hervorheben möchte ich auf jeden Fall das „TimeMachine“ Erlebnis-Dinner. Auch hier war ich etwas skeptisch, da ich ja schon zu den Picky-Eatern gehöre, aber sowohl das Essen als auch die Show haben uns wirklich begeistert. Es war unterhaltsam und kurzweilig.

Beim „Churrascaria Steakhouse“ gehen die Meinungen auseinander. SID fand es um einiges es besser als auf der AIDAperla, ich sehe das aber etwas anders. Wobei das Fleisch top war, ich mich mit den Beilagen (schwarze Bohnen und Süßkartoffelpommes) dagegen nicht anfreunden konnte. SID fand das angebotene Rodizio herausragend; es muss sich auf keinen Fall hinter den Rodizio-Restaurants verstecken, die wir bereits an Land besucht haben.

Die Streetfood Meile hat von 6.00 Uhr morgens bis 2.00 Uhr morgens geöffnet. Wenn bei Leny und Lya gegen 23.00 Uhr plötzlich noch mal der Hunger kam, machten sie sich auf den Weg zur Scharfen Ecke, um nochmal eine Bratwurst zu essen. Brot & Stulle fanden wir alle wirklich sehr, sehr lecker! Hier gibt es auch für jeden noch mal eine Kleinigkeit; ob ein frisch getoastetes Schinken-Käse-Sandwich, ein belegtes Ciabatta oder Vollkornbrot mit Frischkäe, hier konnte man zu jederzeit sein kleines Hüngerchen besänftigen! Nachmittags gibt es hier, speziell für Lya, sehr leckeren Schokokuchen. Der Döner war nichts Besonderes, aber auch sehr lecker; kleiner Tipp: Direkt mit doppelt Fleisch und scharfer Soße bestellen :-).
An Bord wird niemand verhungern und jeder findet etwas. Die Qualität war durchweg sehr gut!
– Die Kabine –
Unsere Kabine war wirklich sehr schön. Diesmal stand unser Bett leider nicht am Fenster. Der Balkon war etwas kleiner, als auf der AIDAperla, aber überhaupt nicht schlimm. Das Bad war groß genug, dass wir auch zu zweit darin sein konnten. Die Koffer passten ohne Probleme unter das Bett. Die drei Schränke für 14 Tage im Winter sind schon knapp bemessen, aber wir haben alles unter bekommen. Wir bewohnten eine Balkonkabine (9197) auf Deck 9, die sich in der Mitte des Schiffes befindet.

– Die Destinationen –
Ich hätte damit gerechnet, dass die kleine Meerjungfrau nicht wirklich klein ist… Fehlanzeige. Sie ist klein, aber der Tag in Kopenhagen war wirklich schön und wir haben viel erlebt; Meerjungfrau, digitale Schnitzeljagd und unser Besuch im Aquarium.

Silvester in Oslo war wirklich beeindruckend! Was für ein Feuerwerk über der ganzen Stadt und pünktlich kam der Schnee.

Mein Highlight war Kristiansand. Was ein schönes Örtchen! Man kann die Ruhe vom ersten Moment spüren und die Weihnachtsbeleuchtung machte es noch wundervoller!

Schade, dass wir Southampton nicht anlaufen konnten. Wie gerne hätten wir London gesehen. Aber Safty first! Wir hatten einen tollen Seetag!

Cherbourg … haben wir mal gesehen. Und LeHavre haben wir in der Wellness Suite genossen. Das Wetter war einfach zu schlecht, um ohne Ausflug von Bord zu gehen.

In Brügge schien die Sonne und wir haben einen tollen Tag dort verbracht. Es ist wirklich eine tolle Stadt und die Schokolade ist so lecker! Hier waren wir sicher nicht das letzte Mal.
– Wellness –
Die Massagen waren, wie immer, ein Traum. So fühlt sich Entspannung an! Im Spa-Bereich muss man sich einfach wohlfühlen. Man wird so nett dort empfangen und es wird immer nach den eigenen Bedürfnissen gefragt, so dass man hier einfach abschalten, entspannen und genießen kann.

Die Wellness Suite auf der AIDAperla ist, das muss ich an dieser Stelle leider sagen, viel schöner! Von der Einrichtung her ist die Wellness Suite genauso gut ausgestattet, aber die Aufteilung ist auf der AIDAperla besser, weil das Wasserbett, die Whirlwanne und auch die Sauna direkt am Fenster platziert wurden, so dass man zu jederzeit, egal wie man gerade entspannt, freien Blick auf’s Meer hat. Aber das ist jamern auf sehr hohem Niveau und auch hier, auf der AIDAnova, konnten wir uns zu 100% entspannen und haben die Ruhe sehr genossen!
Der Flechtkurs mit Lya hat auch Spaß gemacht. Ich bin ganz stolz, dass ich ihr jetzt tolle Frisuren flechten kann. Mal schauen, ob sie es auch in Zukunft zulässt, Mein Versuchskanninchen zu sein ;-).
– Die Crew –
Ich glaube die Crew kann man nicht beschreiben… Man muss sie erleben. Mit welchem Herzblut sie täglich ihren Job machen und das über mehrere Monate ohne einen einzigen freien Tag! Sie haben meinen größten Respekt!
Auch auf dieser Reise haben wir viele gestresste Mitreisende getroffen, welche die Freundlichkeit wohl zu Hause gelassen hatten. Aber kein Crew-Mitglied hat die anderen Passagiere die blöden Erfahrungen spüren lassen. Sie waren stets freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend! DANKE! Ihr macht diese Reisen so besonders.
Besonders möchte ich hier nochmal Orlando, Ramiel, Ni Kadek, Melody, Sophie, Joshua und Romeo erwähnen.

Orlando und Ramiel, die mit ihren Origamies Lya und Leny von der ersten Sekunde ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Und Lyas Heimweh war auf einmal nicht mehr so groß!

Ni Kdadek, aus der ArtBar, die irgendwann genau wußte, welche Getränke wir uns immer bestellen! Leny durfte ihren Cocktail selbst mischen. Vor der TV Show lud sie uns auf einen Bailys ein; für die Nerven und sie drückte uns die Daumen! Sie setzte sich mit Lya auf den Boden und bestaunte Lyas neue Schuhe. Jedes Mal wenn sie Leny und Lya sah drückte sie sie herzlich!

Melody, die unsere Besuche im French Kiss wirklich besonders machte und ab da immer Umarmungen verteilte, wenn sie uns sah.
Sophie, eine Gastgeberin, die gemeinsam mit Lya und Leny auf Max und Sarah wartete. Ihre Aufgabe war es eigentlich die neuen Gäste zu begrüßen, aber erst Lya, dann Leny durften ihr Gesellschaft leisten und so kam den Mädels die Wartezeit nicht so lang vor! Sie begrüßten die neuen Gäste gemeinsam; unsere Mädels sind ja inzwischen auch alte Hasen an Bord.

Joshua und Romeo von „Brot und Stulle“, die direkt wußten, was Leny und Lya essen möchten und uns jedes Mal so herzlich begrüßten.
– Kapitän –
Michael Schmid, ein toller Kapitän, der wirklich transparent arbeitet und so wertschätzend seiner Crew gegenüber ist! Seine Abschlussrede war sehr emotional!
Der Kapitän des zweiten Teils unserer Reise wurde von Jens Janoschek geleitet, der beim Ausfall von Southampton im Theatrium eine nautische Stunde einschob, um den Gästen die Situation zu erklären.
Abschließend möchte ich noch sagen, es wird sich wohl nie ändern, dass einige Mitreisende Passagiere wirklich unhöflich, unentspannt und rücksichtslos sind.
Wir lassen uns von ihnen den Urlaub aber niemals vermiesen; wir wissen auf was wir uns einlassen und das man vielleicht auch an einer Bar mal ein paar Minuten auf sein Getränk warten muss. Und wenn ein Rollstuhlfahrer in den Aufzug möchte, nehmen wir halt die Treppe. So laufen wir auch das Gegessene wieder ab! 😉
In jedem Fall versuchen wir aus jeder unserer Reisen ein Highlight zu machen und das Beste rauszuholen. Das ist uns auch diesmal gelungen, wenn ich an die 14 Tage zurück denke.
Die AIDAnova ist schön und bietet so viel! Auf der nächsten Reiste mit der AIDAprima, Spoiler ;-), werde ich sicher das ein oder andere vermissen, wie z.B. die Art Bar oder das TV Studio.
Ich kann diese Art zu Reisen nur empfehlen, Kreuzfahrten sind eine wundervolle Art die Welt zu entdecken und so möglichst viele Orte in kurzer Zeit zu sehen.
Leny hat Oslo und Kristiansand am Besten gefallen. Sie fand es toll, dass auf dem zweiten Teil der Reise ein Teil unserer Familie an Bord kam. Geärgert hat sie sich, weil wir London nicht gesehen haben.
Lya fand es super, dass am zusätzlichen Seetag, als wir Southampton nicht angefahren haben, der Pool ein Wellenbad war. Ni Kadek ist Lya besonders in Erinnerung geblieben, weil sie so herzlich war.
Doof findet sie, dass sie noch nicht klettern darf.
SID fand die ganze Reise super. Er kann sich, nach der minutiösen Planung, immer zu 100% auf die Reisen und Erlebnisse einlassen und genießt die Zeit mit der Familie. Vor allem Zeebrügge fand er super; dort waren wir wohl nicht zum letzten Mal.
Wir haben 2.661 Seemeilen zurückgelegt, das entspricht ca. 4.929 km. Unser Koffer ist voll mit Erinnerungen und Erfahrungen, die uns keiner mehr nehmen kann.
Wir freuen uns auf die nächsten Abenteuer, egal ob zu Wasser oder an Land 🙂
© Fotos/Bilder: Privat
