– Kiel –

Ein komisches Gefühl, dass wir nun schon wieder in Kiel sind. Ein Seetag, bevor es wieder zurückgeht, hätte uns noch gut gefallen; nach unseren vorangegangenen Reisen haben wir uns schnell daran gewöhnt zu Beginn und zum Ende jeweils einen Seetag genießen zu dürfen. Um 07:30 Uhr klingelte der Wecker. Wir Mädels machten uns fertig für das Frühstück, welches wir diesmal im Fuego zu uns nahmen. SID blieb noch liegen und schaute, dass er irgendwie fit genug für die Ausschiffung werden würde. Das Fuego war überraschend leer, was vermutlich daran lag, dass wir bereits um 05:00 Uhr in Kiel angekommen sind und dann auch schon das erste Restaurant öffnete. Nicht wenige haben das Schiff bereits um 05:30 Uhr verlassen, um irgendwie nach Hause zu kommen.
Die Ankündigung von Sturm „Elli“ hat nicht nur die gesamte Bundesrepublik lahmgelegt, sondern natürlich auch die Schifffahrt beinflusst. Die AIDAnova beispielsweise ist einen ganzen Tag früher zurück nach Hamburg gefahren und hat den geplanten Aufenthalt in Southampton komplett ausgelassen; war da nicht auch was auf unserer Metropolen-Tour im Januar 2025 ;-).
Züge sind ausgefallen, die Flughäfen wurden gesperrt und die Autobahnen waren teilweise so zugeschneit, dass man sie gar nicht oder nur im Schneckentempo befahren konnte.
Gemeinsam überlegten Leny, Lya und ich wie es, nachdem wir das Schiff verlassen würden, weitergehen soll. Nach einigen Wetterberichten und Warnungen entschieden wir uns, noch eine weitere Nacht in Kiel zu bleiben. Auf eine Rückfahrt, ähnlich wie die Hinfahrt, hatten wir alle keine Lust. Da die Nacht auch kurz war und SID definitv nicht in der Lage war zu fahren, war dies sicher die beste Entscheidung. Schnell buchten wir per App ein Zimmer im bekannten B&B Hotel (Kiel-City) und sicherten uns sowohl einen Parkplatz als auch den Early-Check-In, damit sich SID möglichst schnell wieder ins Bett legen kann.

Nachdem wir alles zusammengepackt hatten, verließen wir pünktlich um 09:00 Uhr die Kabine und trafen uns mit dem Rest unserer Reisegruppe im Theatrium. Hier hatten wir es uns auf einer Sitzecke gemütlich gemacht und bestellten nochmal die gewohnten Kinder-Cocktails. Da Christiane, Marcel, Lea, Penelope und Helena entschieden hatten direkt nach Hause zu fahren, verabschiedeten wir uns und sie machten sich auf den Heimweg. SID blieb weiter im Theatrium sitzen, während wir Mädels nochmal einen ausgedehnten Spaziergang über das Schiff machten. Wir schossen noch ein paar Fotos im Beachclub und schauten zu, wie der komplett leere Pool neu gestrichen wurde.

Lya wollte mir die „Escape-Kabine“ zeigen und so liefen wir nochmal zu Deck 4. Natürlich war die Crew schon in Aktion und reinigte die Kabinen für die nächsten Gäste. Wir fragten einen Cabin-Steward, ob wir uns eine Meerblick-Kabine anschauen dürfen und genossen kurz den Ausblick aus dem Fenster. Nett, aber für uns nicht wirklich eine Option… Wir genießen unseren Balkon in vollen Zügen und nach den Erfahrungen der letzten Tage hat es sehr geholfen einfach mal die Tür öffnen zu können, um frische Luft hereinzulassen.
Gegen 11:30 Uhr verließen wir das Schiff über die Gangway auf Deck 3. Auf AIDAsehen und frei nach dem AIDA-Motto „Wer nicht geht, kann auch nicht wiederkommen.“
Wir holten die Koffer und gingen zu unserem Santa Fe, der direkt am Terminal stand. Wehmütig fuhren wir ins Hotel.

Jetzt hieß es den Tag in Kiel zu verbringen. Leny, Lya und ich machten uns auf den Weg zu einem Einkaufszentrum, in dem unsere Mädels bei Pommesfreunde ein Mittagessen bekamen. Danach bummelten wir durch das Zentrum und entdeckten „Cossmo“, einen asiatischen Laden mit Plüschtieren, Haarspangen, Schreibmaterialien, etc. Leny suchte sich eine Biene (ich glaube es ist eine Hummel) aus und Lya entschied sich für einen Stift und ein Set mit Schreibblöcken. Wir besorgten in der Apotheke noch Medikamente und gingen zurück ins Hotel. Hier ruhten wir uns aus und die Ein oder Andere von uns machte ein kurzes Schläfchen :-D.

Dann überlegten wir, wo wir wohl zu Abendessen könnten. Ideen wurden gesammelt und wir schauten im Internet, was es in der Nähe leckeres gibt. Nach kurzem hin und her, entschieden wir Mädels, dass wir einfach nochmal ins Blockhouse gehen werden. Wir wissen was wir dort bekommen und hier hatten wir ja auch den ersten Abend in Kiel geschlemmt. SID wurde noch mit kalten Getränken versorgt und dann machten wir uns zu dritt auf den Weg ins Steak-Restaurant. Zurück im Hotel packten wir schon mal die Rucksäcke für die Rückfahrt und gingen relativ früh ins Bett, damit wir ausgeschlafen für die Rückfahrt sein konnten.

Der Wecker klingelte am Samstag um 08:00 Uhr. Schnell stellten wir fest, dass nun auch Leny Fieber hatte und über Halsschmerzen klagte. Lya und ich machten uns nochmal auf den Weg zur Apotheke und zu einem Bäcker, um Frühstück für die Fahrt zu besorgen. Nach der spontanen Nacht in Kiel brachen wir gegen 11:30 Uhr auf, um zurück nach Hause zu fahren. Da SID nach wie vor mit Fieber, Kopfschmerzen und Husten bis zum Erbrechen zu kämpfen hatte, klemmte ich mich hinter das Steuer.
Es war die absolut richtige Entscheidung die zusätzliche Übernachtung zu buchen, um die Rückfahrt ausgeruht anzutreten und wir ganz in Ruhe, ohne weitere Verzögerung, durch Sturm „Elli“ nach Hause kommen konnten. Leny und SID schliefen viel, Lya und ich hörten Hörspiele und unterhielten uns. Nach 5,5 Std., und ohne große EInschränkungen durch das Wetter, kamen wir zu Hause an.
Damit war unsere erste Reise im Jahr 2026 beendet. In der Kürze der Zeit waren das sehr intensive Tage mit Höhen und Tiefen.
Ein kleines Resümee zum Schiff, der An-/Abreise von Kiel aus, den verschiedenen Destinationen und unseren Erlebnissen folgt, bevor wir dann auch schon wieder in Richtung Sommer schielen, wenn es schon wieder auf AIDAprima geht und wir 11 Tage lang die Fjorde Norwegens befahren.
© Fotos/Bilder: Privat
