– Geiranger –

05:00 Uhr morgens, der Wecker klingelt, draußen ist es schon hell und unsere Mädels schlafen tief und fest. Es ist noch gar nicht so lang her, da standen wir erst auf dem Balkon und haben der AIDAnova zugejubelt.
Nun stehen Yvonne und SID schon wieder draußen und genießen die Einfahrt in den Geiranger Fjord. Es ist zwar noch sehr nebelig, aber die Kulisse ist jedes Mal auf’s Neue absolut atemberaubend.
Vorbei an den 7-Schwestern-Wasserfällen weiter in Richtung Geiranger, schlängelt sich die AIDAprima durch diese enge Passage und man hat das Gefühl die Berge berühren zu können. Lya kam kurz dazu, bevor sie auf Yvonnes Schoß wieder einschlief und Yvonne sie dann wieder ins Bett gelegt hat.
In Geiranger angekommen haben wir uns das bunte Treiben rund um das Schiff angeschaut. Auf der Brücke hat man sich darauf konzentriert möglichst exakt zum Liegepunkt zu fahren, auf dem Sea Walk standen zwei Männer bereit, die diesen ausfahren sobald das Schiff festgemacht hat und auf einem kleinen Boot waren zwei weitere Männer unterwegs, die die großen Taue vom Schiff erhielten, um sie an den Ankerpunkten zu befestigen.
Alle Taue waren fest und der Sea Walk ausgefahren, so dass Yvonne und SID sich dann doch nochmal für ein halbes Stündchen hingelegt haben, bevor wir unsere Mädels um 08:30 Uhr geweckt haben, um ins Markt Restaurant, zum Frühstücken, zu gehen.

Gegen 11:00 Uhr verließen wir das Schiff, mit dem Plan, heute wunderbares zu sehen. So schlenderten wir erst einmal los. Wir gingen Richtung „Hop on, Hop off“ Station und erkundigten uns, wie teuer die Fahrt für uns vier wäre. Bevor wir eine Entscheidung trafen, gingen wir Richtung Camping Platz, vorbei an den unzähligen Souvenir Shops, um die AIDAprima von der anderen Seite zu sehen. Wir machten einige Fotos, bevor wir wieder in Richtung Bushaltestelle gingen, um die Tickets für den Hop on Hop off Bus zu kaufen. 5 Minuten später ging es bereits los. Leny und Lya ergatterten noch einen Sitzplatz in der ersten Reihe und wir stellten uns zu ihnen. Die Straße war uns bekannt, da wir hier vor drei Jahren bereits mit einem Bus entlang fuhren, als wir bis ganz nach oben zum Dalsnibba gefahren sind. Diesmal fand Lya die Fahrt aber nicht so entspannt, da die engen Kurven für uns doch etwas beängstigend sein können.

Der Bus hatte vier Haltepunkte. Wir entschieden uns bis nach oben zum letzten Halt zur fahren, um von dort aus unsere Sightseeing-Tour zu starten. Oben angekommen, war der Blick leider alles andere als „Wow“…, denn man sah nur Nebel. Der nette Busfahrer hatte aber bereits erklärt, dass es sich in kürze aufhellen würde. Also gingen wir einfach etwas in die Natur und suchten uns einen kleinen Felsvorsprung auf dem wir die Ruhe genossen und warteten bis die Sicht klarer wurde. Es dauerte nicht lange und wir konnten die AIDAprima klar und deutlich erkennen. Ein wirklich beeindruckender Ausblick. Wenn man weiß, wie groß dieses Schiff ist, es aber in diesem Fjord einfach so winzig wirkt; verrückt! Dann nahmen wir noch auf dem berühmten „Königin-Sonja-Stuhl“ platz, der auch „Thron des Fjords“ genannt wird. Ihn kannten wir bereits aus dem ein oder anderen YouTube-Video.

Dann ging es zurück zur Bushaltestelle. Lya musste erst noch überzeugt werden, in den Bus zu steigen. Wir nahmen oben Platz und los ging es Richtung Fjord Zentrum. Nachdem Lya sich noch auf einem Spielplatz austobte, holten wir uns die erste Zimtschnecke des Urlaubs. Sie war wirklich mega lecker und noch warm! Dann ging es, schon wieder, unzählige Stufen runter, Erinnerungen an den Hausberg Aksla in Ålesund wurden geweckt ;-), entlang des Wasserfalls. Wir machten ständig Stopps, um dieses unbeschreibliche Naturschauspiel festzuhalten. Wasser hat so eine unfassbare Kraft; dies zeigte sich hier mehr als nur einmal. An einer Stelle konnten wir sogar einen kleinen Regenbogen entdecken.

Unten angekommen, holten wir uns erstmal ein wohlverdientes Softeis. Wir steuerten den Eisstand zielstrebig an. Unsere Erinnerungen haben uns nicht getäuscht, das Eis war immer noch sooo gut, wie vor drei Jahren. Bevor es nun zurück an Bord ging, winkten wir Oma Moni nochmal durch die YouTube-Webcam und machten ein Foto mit dem Riesentroll.

Wieder an Bord, ging Lya mit Yvonne in den Beach Club. SID blieb einen Moment auf der Kabine und Leny machte es sich im Theatrium bequem. Kurz bevor wir ablegten, besuchten wir noch einige Fotoshooting Points; die Fotocrew um Helen ist einfach super!

Dann hieß es um 18.00 Uhr Leinen los. Wir nahmen auf dem Balkon Platz und genossen den Ausblick. Man kann gar nicht in Worte fassen, wie beeindruckend dieser Fjord und die Natur sind. Bilder können das gar nicht wiedergeben.

Zig Wasserfälle befinden sich hier und das sogenannte Trollgesicht, welches einen aus dem Fels anschaut.

Dann ging es zum Abendessen. Heute entschieden wir uns für das Brauhaus. SID aß eine Haxe und Yvonne ein Schnitzel. Die Mädels stillten den ersten Hunger mit Laugengebäck und probierten Obazda.

Und was muss man im Brauhaus mal probiert haben? Das auf dem Schiff gebraute Bier. Schnell stand fest, wir sind nicht so die Bierfans :-). Trotzdem haben wir es mal probiert.

Dann ging es noch kurz in die Kids Disco, denn heute war Dodo der Stargast. Nach einem Foto gingen Yvonne, Leny und Lya noch zur Scharfen Ecke, damit die Mädels ihren zweiten Hunger stillen konnten. Dann wurden noch eine Dinge erledigt, wie z. B. der Erwerb der Bingoscheine für das morgige Bingo.
Dann ging es heute etwas früher auf die Kabine, denn der Tag war lang und alle sind müde.
Gelaufen sind wir heute ca. 18.902 Schritte. Der Geiranger Fjord sollte wirklich auf jeder Bucket List stehen. Egal ob mit dem Kreuzfahrtschiff, mit dem Auto oder dem Camper, wenn sich die Chance bietet dieses Fleckchen Erde zu erleben, muss man sie einfach wahrnehmen.
Nun geht es weiter nach Molde, wo unser Tag morgen früh um 08:00 Uhr in der Wellness Suite beginnen wird.
© Fotos/Bilder: Privat
