Bimmel Bahn, Waschen, Planschen & Clubbie Bingo

– Maloy –

So richtig ausgeschlafen haben wir dann heute doch nicht. SID und ich sind um 08:30 Uhr wach geworden und Lya & Leny gegen 09:00 Uhr, so dass wir noch ausreichend Zeit zum Frühstücken im Markt Restaurant hatten. Während des Frühstücks haben wir dann schon gemeinsam überlegt, was wir denn heute in Maloy so machen könnten.

Die Wahl viel auf eine Fahrt mit der Bimmel Bahn durch Maloy. Wir sind also zurück auf die Kabine, haben uns fertig gemacht und sind von Bord gegangen. Das Wetter war zwar sonnig, aber doch sehr windig und frisch.

Auf der Pier haben wir Helen und einen ihrer Foto-Kollegen getroffen, uns ein wenig unterhalten und natürlich das obligatorische Hafenfoto geschossen.

Da die Bimmel Bahn, bereits voll war, haben wir uns erst einmal die nötigen Tickets gesichert und auf die Nächste gewartet. Quietsch-gelb kam sie nach ca. 15 Minuten angetuckert und wir haben im ersten Wagon Platz genommen.

Los ging die gemütliche Fahrt, begleitet von einem Guide vom Band, der wissenswertes über Maloy erzählt hat. Als erstes ging es über die 1.224 Meter lange „Maloybruga“, die acht-längste Brücke in Norwegen, von wo aus man einen wirklich tollen Blick in die Stadt und den Fjord hat.

Der nächste Halt war die Kirche „Ser-Vagsoy-Kirke“. Die weiße, evangelische Holzkirche wurde 1907 gebaut. Sie ist auf jeden Fall ein Blickfang. Dann ging es weiter durch die Fussgängerzone und beim nächsten Halt stiegen wir aus, da wir uns entschieden hatten, vom Stadtkern zum Anleger zurück zu laufen. Natürlich wollten wir aber auch noch etwas die Gegend erkunden.

Der Bimmelbahn-Fahrer empfahl uns noch ein kleines Café, welches wohl sehr gute Zimtschnecken haben sollte. Doch bevor wir dort einkehrten, schlenderten wir nochmal durch einen typischen norwegischen Supermarkt. Es ist doch immer wieder interessant, welche Dinge in anderen Ländern angeboten werden. So stand dort eine Eistruhe mit Garnelen, die man einfach mit einer kleinen Schaufel in Plastikbeutel packte. Wir hatten genug gesehen :-D.

Dann gingen wir in das kleine, wirklich nette Cafe „Kraftstatsjonen“. SID trank einen Cappuccino und wir bestellten zwei Zimtschnecken. Sie waren zwar lecker, aber wir müssen sagen, dass die Zimtschnecken in Geiranger und in Molde um einiges besser waren. Der Tipp des Guides hat also nicht ganz unsere Erwartungen getroffen. Dann schlenderten wir noch weiter durch die Fußgängerzone, besuchten den ein oder anderen Souveniershop und kauften ein paar Mitbringsel, bevor es zurück an Bord ging.

Als Kreuzfahrer 2.o haben wir dann auch den Waschsalon auf Deck 4 bemüht und ein paar unserer Klamotten gewaschen (45 Min.) und getrocknet (30 Min.). Für uns nach wie vor wirklich eine tolle Art zu Reisen und durch die Erfahrungen, die wir bei unseren letzten Fahrten gemacht haben, wird es immer entspannter, ruhiger und nochmal eine Ecke besser als es ohnehin schon ist. Die Mädels haben die Waschzeit im Pool verbracht und wir genossen den ein oder anderen Cocktail und Milchshake.

Lya hatte sich gewünscht heute beim Clubbie Bingo für Kids teilzunehmen. Also ging es in die Plaza auf Deck 6. Wir suchten uns einen Platz, Lya besorgte die Bingoscheine und los ging es. Leider, auch hier, ohne Erfolg, aber dennoch mit viel Spaß. Nach einer stärkenden Bratwurst gingen wir auf die Kabine, da wir um 18:00 Uhr ablegten. Am Hafen konnte man bereits ein Schild darüber lesen, was uns ab 17:30 Uhr an der Pier erwarten würde. Ein Elvis Imitator würde auftreten und das Auslaufen mit seinem Gesangstalent begleiten. Es war wirklich lustig; Port-Mitarbeiter schwangen norwegische und deutsche Fahnen und der Elvis-Imitator schmetterte seine legendärsten Songs ins Mikro. Auf Wiedersehen, Maloy.

Bevor es, wie auch an den letzten Abenden, in die Kids Disco ging, aßen wir im Bella Donna. Merke: Es war lecker, aber die anderen Restaurants sind für unseren Geschmack eher etwas. Lya aß nur ein Stück Baguette und wir versprachen ihr, dass wir noch woanders essen gehen können. Das ist das Schöne auf so einem großen Dampfer… …hier wird niemand verhungern. Bevor wir also im Fuego den letzten Hunger stillten, machten wir natürlich noch einen Stopp bei einem Fotoshooting. Nach dem zweiten Essen, suchten wir uns einen Platz im Four Elements und ich machte mich auf den Weg zur Bar „5. Element“, um Cocktails zu holen. Auf einem Namenschild entdeckte ich einen indonesischen Namen (Putu) und fragte nach der Herkunft. Zack, konnte ich meine zwei perfekt sitzenden indonesischen Sätze auspacken: „Nama saya, Yvonne“ (Ich heiße Yvonne) und „Saya tidak bisah bahasa indonesia“ (Ich spreche kein indonesisch). Auf einmal war Aufruhr an der Bar, denn auch die Gäste an der Bar kamen aus Indonesien. Ich holte SID dazu und es wurden Infos über die Herkünfte ausgetauscht.

Dann begann die Disco, wie bereits mehr als liebgewonnen, mit lustigen Kinderliedern und Alwine kam auf die Bühne. Die Mädels wippten im Takt der Musik. Nach der Disco sind wir noch in die verschiedenen Shops gegangen; heute gab es nämlich Prozente auf Beautyprodukte. Wir nutzten das Angebot und kauften einige Produkte, welche wir gestern in der Wellness Suite ausprobieren konnten. Dann nahmen wir noch ein Fotoshooting mit und gingen zurück auf die Kabine.

Es war noch so schön draußen und durch den leichten, aber spürbaren Wellengang, rauschte das Meer so schön, dass ich es mir mit einer Decke in der Hängematte auf dem Balkon gemütlich machte. Es ist so ein wundervoller Platz. Das muss man einfach mal erlebt haben. Während SID und ich es uns auf der Kabine gemütlich machten, zogen die Mädels nochmal los. Sie wollten im Four Elements einen Film schauen, eine Currywurst essen und dann den Anfang vom Fußballspiel um Platz drei schauen.

Gelaufen sind wir heute 15.861 Schritte. Morgen werden wir in Flam sein, wo wir tatsächlich mal einen AIDA Ausflug gebucht haben und mit der Flam-Bahn eine der wohl schönsten Bahnstrecken der Welt erkunden werden. Wir sind gespannt.

© Fotos/Bilder: Privat