Flambahn, Strand, Kids PrimeTime & WM Finale

– Flam –

Zum ersten Mal sind wir mit offener Gardine ins Bett gegangen, da die Wellen gestern abend so wunderbar waren, dass ich sie beim Einschlafen beobachten wollte. Das hatte zur Folge, dass ich heute morgen um 04:09 Uhr von der Sonne geweckt wurde. Aber bei dem Ausblick war das gar nicht schlimm und ich bin auch nochmal eingeschlafen. Der Wecker klingelte dann bereits um 06:30 Uhr, da wir in Flam einen Ausflug mit der bekannten Flam Bahn gebucht hatten. Treffpunkt am Pier: 09:10 Uhr. Also gingen wir um 07:30 Uhr in aller Ruhe im Fuego frühstücken und beobachteten die Einfahrt von einem der unzähligen Fensterplätze.

Pünktlich standen wir bei unserer Reisegruppe und folgten dem Guide zum ca. 300m entferten Bahnsteig und stiegen in den Zug ein. Natürlich waren wir gut vorbereitet und wussten, dass der beste Platz in Fahrtrichtung rechts sein sollte. Wir hatten Glück und konnten vier Plätze am Fenster auf der rechten Seite ergattern.

Die Flambahn zählt mit ihren 20,4 km zu den spektakulärsten Bahnstrecken der Welt. Sie verbindet Flam mit der Bergstation Myrdal. Für die Strecke mit einem Höhenunterschied von 867 m braucht die Bahn ca. 1 Stunde. Unterwegs hielten wir am Kjosfossen für einen Fotostopp. Dieser ist mit einer Höhe von 225 m einer der berühmtesten Wasserfälle Norwegens. Das Wasser fällt mit einer gigangtischen Kraft den Fels runter. Neben dem Wasserfall tanzte eine „Huldra“, eine Sagenfigur, zu traditionellen, norwegischen Klägen. An der Bergstation angekommen, machte die Bahn auch relativ schnell wieder kehrt, da wir auf der Hinfahrt einen ungeplanten Stopp einlegen mussten. Die Fahrt war aber wirklich sehr schön, man hatte einen tollen Ausblick und es ist wirklich beeindruckend, dass 18 der 20 Tunneln mit der Hand gegraben wurden. Lya und Leny merkte man an, dass die Nacht kurz war, denn beide schliefen auf dem Rückweg schnell ein und holten den nötigen Schlaf nach.

Durch den Powernapp gestärkt konnten wir, zurück im Tal, nun Flam entdecken. Der erste Stopp war, wie soll es anders sein, ein Souveniershop, bevor wir in der Flam Bakeri einkehrten. Und natürlich bestellten wir hier Zimtschnecken, eine klassische und eine gefüllt mit Pudding; was soll ich sagen, sie waren beide sooo lecker, dass wir, Spoiler: später noch eine kauften.

Dann ging es weiter durch die Souveniershops. Doch leider stellten wir fest, dass die Preise in Flam doch sehr hoch waren. Dann schlenderten wir die Foodmeile entlang. Als hätten wir gerade nicht gegessen, holte sich Leny noch ein Stück Pizza.

In einem Souveniershop trafen wir drei Mitreisende, die wir bei der Brückenführung kennengelernt hatten und wir tauschten uns kurz über die Bahnfahrt und die nächsten Pläne aus. Der nächste Halt war dann das Flambahn Museum. SID wollte es gerne sehen und so schlenderten wir durch die Ausstellung. Der 17-jährige Bau von 1923 bis 1940 änderte für die Region alles, denn endlich waren die Örtchen miteinander verbunden.

Wir schlenderten noch etwas am Pier entlang und bewunderten die schöne Natur, bevor wir zum kleinen Strand gingen.

Endlich konnte ich meine Füße ins Fjordwasser halten und was soll ich sagen, es war wirklich kalt. Die Mädels warfen Steine ins Wasser und SID versuchte mit ihnen Steine übers Wasser zu flitschen. Einige Leute, wie z. B. unsere liebgewonnene Fotografin Helen, schwammen im eiskalten Nass. Respekt! WIr setzten uns an den Strand und genossen sowohl das Wetter, als auch den Ausblick. Wie faszinierend kann es bitte sein, das man in ein flaches Gewässer laufen kann, aber keine 100 Meter weiter ein Kreuzahrtschiff liegt… Wo wird der Fjord denn aufeinmal so tief? So saßen wir dort einige Zeit, bevor wir zum Mittagessen ins Brauhaus gingen. Dort trafen wir die bekannten Gesichter von der Brückenführung erneut; Sabrina und Andre mit ihrer Tochter Jalina. Wir gesellten uns zu ihnen und tauschten uns über Kreuzfahrterfahrungen aus und führten wirlkich sehr nette Gespräche.

Die Mädels verabredeten sich für den Pool. Also machte ich es mir im Beach Club mit dem ein oder anderen Cocktail gemütlich, während Leny und Lya sich mit ihrer neuen Urlaubsbekanntschaft gut gehen ließen. SID ruhte sich auf der Kabine noch etwas aus, bevor wir nach dem unzähligen Rutschen und schwimmen heute, auf Lyas Wunsch hin, im Theatrium Plantz nahmen, um uns die Kids Prime Time anzuschauen. Dodo war zu besuch und Entertaimentmanagerin Steffi las die Geschichte vor, wie die Clubbies auf die AIDA kamen.

Pünktlich zum Auslaufen waren wir wieder auf der Kabine. Flam liegt am Ende des Aurlandsfjords, welcher ein Seitenarm des Sognefjord ist. Dieser ist der längste und tiefste Fjord Norwegens und gehört zum UNESCO-Welterbe. Er ist an der tiefsten Stelle 1.303 m tief.

Wir machten es uns auf dem Balkon gemütlich und ich warf mich in die Hängematte. Das Typhon erklang, die Auslaufmelodie begann zu spielen und ich schlief ein :-D. Nach ca. 30 Minuten weckte SID mich, da alle hungrig waren. Zum Abendessen ging es dann ins Markt Restaurant.

Sabrina, Andre und Jalina hatten uns vier Plätze im Theatrium freigehalten, da wir gemeinsam Fußball schauen wollten. Wir setzten uns zu ihnen und schauten das Spiel fast bis zum Ende gemeinsam. Lya wollte gerne auf die Kabine und so gingen wir in der 2. Trinkpause hoch. Leny verweilte derweilen noch im Theatrium und schaute dort das Fußballspiel zu Ende.

Gelaufen sind wir heute nur 13.932 Schritte, aber Flam als Ort, den wir noch nicht kannten, war absolut fantastisch. Man könnte sagen, dass es der kleine Bruder von Geiranger ist, wobei die Ein- und Ausfahrt dem Geiranger Fjord in nichts nachsteht und der Ort selbst sehr, sehr schön ist. Natürlich hat bei uns das Wetter extrem gut mitgespielt und einen entscheidenden Teil beigetragen.
Heute war es auch gegen 0:00 Uhr dunkel. Das hatten wir auch schon lange nicht mehr.

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