Ein langer Spaziergang & viel Musik

– Kristiansand –

Heute erreichten wir die letzte Destination unserer Reise. Da wir sehr spät in Kristiansand anlegten, entschieden wir uns heute etwas länger zu schlafen und gingen um 10:15 Uhr im Markt Restaurant frühstücken. Pünktlich zum Anlegen um 11:30 Uhr waren wir zurück auf unserem Balkon und beobachteten genau, was im Hafen passierte. Als wir anlegten, entdeckten wir unsere Lieblingsfotografin Helen an der Pier, welche uns, nachdem wir lauthals gerufen hatten, zuwinkte. Dann entschieden wir uns noch nicht von Bord zu gehen, sondern erst nochmal die Racer Rutschen unsicher zu machen. Und wir hatten Glück, es war überhaupt nicht voll. So verbrachten wir ca. 1,5 Std. in den Poolbereichen, bevor wir noch eine Kleinigkeit aßen, damit wir gestärkt für unsere Stadterkundung waren.

Das letzte Mal haben wir Kristiansand im Januar 2024 besucht. Ein verschneiter, kleiner Ort, der uns mit seinem Charme in guter Erinnerung geblieben ist. Wir waren gespannt, ob dieser Charme auch im Sommer wirken konnte. Also liefen wir los; die selbe Strecke, wie vor 2,5 Jahren.

Wir entdeckten bei diesem Sommerwetter tolle Dinge, die wir hier im Winter nicht entdecken konnten, wie z. B. den Wasserspielplatz. Dann googelten wir, wo wir die beste Zimtschnecke bekommen. Ca. 15 Min. dauerte der Weg quer durch die Stadt.

An der Adresse angekommen, fanden wir zwar die Odd Bakery, jedoch war sie bereits geschlossen. Die Enttäuschung war groß… So liefen wir den Weg wieder zurück, vorbei am Rathaus, an einigen Marktständen und einer schönen Kirche. Dann erreichten wir wieder den Stadtkern der südlichsten Stadt Norwegens.

Lya erkundete jeden Marktstand genau und Leny war weiterhin auf der Suche nach einer Zimtschnecke.

In der Einkaufsstraße wurden wir leider nicht fündig, da bei allen Bäckereien die norwegische Köstlichkeit ausverkauft war. Unsere letzte Hoffnung, ein kleines Einkaufszentrum. Auch hier hatten wir keinen Erfolg. Wir mussten uns also damit abfinden, dass wir wohl keine Zimtschnecke mehr essen würden. Stattdessen kauften wir Andenken und Mitbringsel für die Daheim-Gebliebenen.

Auf dem Weg zurück zum Schiff kamen wir an einem kleinen Sandstrand vorbei. Diesmal waren wir vorbereitet und ich hatte ein kleines Handtuch im Rucksack. Also zogen wir die Schuhe aus und liefen ins Wasser. Das Wasser war herrlich. Nachdem wir einige Zeit dort verbracht hatten, gingen wir zurück durch den Innenhof des Posebyhaven.

Dieser Innenhof hatte uns im Januar 2024 so begeistert, denn mit der Weihnachtsdeko, dem Schnee und den vielen Lichtern war es ein magischer Ort. Heute war an diesem Ort ein Konzert des norwegischen Musikers Magnus Gronneberg.

Überall standen Biertischgarnituren und Getränkestände. Die Stimmung war ausgelassen und die Boote drängten sich dicht an einander, damit jeder von seinem kleinen Boot der Live Musik folgen konnte. Wir aßen dort noch ein Eis und lauschten den Klängen der Musik.

Zurück an Bord entschieden wir uns im Fuego zu Abend zu essen. Bevor wir aber dorthin gingen, nahmen wir noch die Fotoshootings des heutigen Tages mit. Im Fuego gibt es sehr leckere Burger, die wir ausprobierten. Auf Grund technischer Probleme, konnten wir nicht pünktlich ablegen, sondern starteten 20 Minuten später. Wir saßen auf dem Balkon und genoßen, etwas wehmütig, das letzte Auslaufen dieser Reise.

Dann ging es in den Beach Club, wo heute die zweite Silent Party stattfand. Heute mal nicht bei Tageslicht, sondern es wurde früh dunkel. Wir feierten und tanzten zu verschieden Musikrichtungen, bevor wir gegen 23.45 Uhr die traditionelle Currywurst aßen. Leny machte es sich noch kurz im Theatrium gemütlich, während Lya, SID und ich im Plaza saßen.

Gelaufen sind wir heute 24.872 Schritte. Kristiansand konnte auf jeden Fall auch im Sommer mit sehr viel Charme überzeugen. Schon verrückt, dass morgen der zweite Seetag ansteht und wir die Koffer packen werden, da die Reise dann bereits wieder endet. Nachdem wir die AIDA Heute durchgestöbert haben, steht morgen noch so einiges an. Und das Highlight wird, wie bei jeder Reise, das Farewell sein.

© Fotos/Bilder: Privat