– Bergen –

Um 7:30 Uhr klingelte heute Morgen der Wecker. SID und ich gingen auf den Balkon und beobachteten die Fahrt unter der bekannten Askoy-Brücke. Es ist wirklich beeindruckend, wie wenig Platz noch zwischen Schiff und Brücke ist. Dann weckten wir unsere Mädels. Nach dem Fußballabend im Theatrium waren aber alle sehr müde. Langsam machten wir uns also fertig und gingen wieder im Fuego frühstücken. Wir fanden einen schönen Tisch am Fenster und beobachteten das Anlegen.

Nachdem wir uns gestärkt hatten, machten wir uns startklar für unsere Stadttour durch die zweitgrößte Stadt Norwegens. Leider lagen wir auch heute nicht an dem bekannten Liegeplatz und somit liefen wir bis zu unserem ersten Ziel, der Floibahn, gut 25 Minuten. Aus der Erfahrung vom letzten Mal wussten wir, dass es mittags sehr voll an der Bahn wird. Im Vorfeld hatten wir uns Tickets über die Homepage der Floibahn besorgt und so konnten wir an der Kassenschlange vorbei gehen und fanden in der nächsten Bahn einen Platz.

Nach ca. 5 Min. kamen wir auf dem Hausberg, Floi, an. Was soll ich sagen, wir hatten mal wieder richtig Glück mit dem Wetter, denn die Aussicht von oben war klar und die Sonne schien. Das ist in der der Stadt mit den meisten Regentagen Europas im Jahr, wohl eher selten.

Von oben kann man so viel sehen und der Ausblick ist unbeschreiblich. Das Foto kann nicht wiedergeben, wie es doch in Wirklichkeit wirkt. Neben der AIDAprima lag heute auch die AIDAdiva und ein weiteres Kreuzfahrtschiff in der Stadt, welche als Tor zu Norwegen bezeichnet wird. Von hier oben konnten wir sie super sehen. Dann gingen wir, wie bereits vor drei Jahren, in der schönen Natur spazieren. Wir entdeckten einen Trollwald und einen wirklich tollen Hindernisspielplatz zum Klettern. Den tollen kleinen Wasserfall, welchen wir bei unserer letzten Reise entdeckt hatten, konnten wir nur erahnen, denn es hatte ja nicht geregnet. Bevor wir wieder mit der Bahn ins Tal fuhren, kletterten Leny und Lya noch auf einem weiteren Spielplatz.

Dann entdeckten wir noch einige Ziegen, die einfach auf der Wiese herumlagen und sich von den Besuchern des Bergs streicheln ließen. Auch Lya nutzte die Gunst der Stunde und näherte sich einigen Tieren und streichelte sie. Wir schossen noch ein paar Fotos und fuhren mit der nächsten Bahn zurück zur Talstation. Was uns da erwartete, hatten wir nicht erwartet. Wo ca. 2 Stunden vorher noch eine kurze Schlange an den Tickets war, standen jetzt unzählige Menschen in einer ca. 300m langen Schlange. Wie gut, dass wir hier zu erst hingelaufen waren.

Dann gingen wir in das berühmte Viertel Bryggen. Die bunten Holzhäuser, direkt am Hafen, sehen wie gemalt aus. Dort befinden sich einige Souveniershops, ein Weihnachtshaus und Gastronomie. SID hatte bereits gegooglet, wo man die beste Zimtschnecke bekommt und so gingen wir ins „Baker Brun“.

Hier gab es Zimtschnecken in verschieden Variationen und die Auswahl fiel alles andere als leicht.

Es wurde eine klassische Zimtschnecke sowie eine mit Pudding und Kokos. SID gönnte sich, wie an den anderen Tagen auch, einen Cappuccino. Wir saßen an einem kleinen Tisch und genoßen die leckeren, traditionellen Backwerke.

Dann schlenderten wir noch etwas durch die Gassen zwischen den Häusern und erkundeten den ein oder anderen Laden. Da Lya leider nichts fand, was sie gerne essen wollte, war ihr Wunsch, etwas bei McDonalds zu essen. Naja, und McD gibt es ja bekanntlich überall und lag in Bergen auf dem Weg zum Fischmarkt. Also machten wir auch hier einen kurzen Halt und alle waren gestärkt, damit wir weiter gehen konnten.

Auf dem Fischmarkt gab es einiges zu entdecken. Leider gibt es hier auch die großen Becken mit frischen Hummern, etc. und Lya hatte wieder die Idee, sie zu kaufen, um sie dann in den Hafen in die Freiheit zu entlassen. Schöner Gedanke, aber nicht möglich.

Aber wir entdeckten auch wirklich lustige Fische, die uns noch mit gr0ßen Augen anschauten. Wenn man Fisch mag, ist hier sicher ein guter Ort, dass man was richtig Leckeres findet.

Wir gingen nun langsam zurück an Bord. Mittlerweile hatte das Brauhaus auch wieder geöffnet und wir aßen hier zu bayrischen Klängen zu Mittag.

Jason, unser Cabin Steward, hatte eine schöne Überraschung für uns vorbereietet und so lagen die Decken alle in Herzform auf den Betten.
Wie sollte es anders sein, Leny und Lya wollten gerne in den Pool. Also machten wir uns auf den Weg ins Four Elements, wo SID und ich es uns auf einer Liege bequem machten, während die Mädels im Lazy River waren. Als sie in den Beach Club wollten, ging SID auf die Kabine und ich machte es mir mit einem Podcast und einem Cocktail gemütlich. Leider habe ich nicht so viel vom Podcast mitbekommen, denn in der Sonne, welches durch das Dach scheint, war es so gemütlich, dass ich einschlief und beim Abspann wieder wach wurde. Ich sammelte die Mädels ein und gemeinsam ging es auf die Kabine, um das Auslaufen vom Balkon zu schauen. Während SID und ich auf dem Balkon die Sonne beim Sailaway genossen, machten sich die Mädels fertig, damit wir zum Essen ins East Restaurant gehen konnten.

Auf dem Weg dorthin, ließen sich die Mädels noch fotografieren und SID und ich schauten kurz in die Show: „Germany goes Pop“ und entschieden, dass wir um 21:00 Uhr die komplette Show im Theatrium anschauen wollten. Also nahmen wir nach dem Essen auf Deck 6 Platz, während Leny und Lya mit Jalina unterwegs waren. Die Show war wirklich überragend; für mich bis jetzt die beste Show auf einer AIDA-Reise.

Im Anschluss an die Show spielten wir wieder BINGO, leider natürlich wieder ohne Erfolg.
Gelaufen sind wir heute 21.155 Schritte. Langsam, aber sicher, neigt sich auch diese Reise schon dem Ende zu. Morgen werden wir an unserem letzten Hafen, in Kristiansand, fest machen und dann haben wir tatsächlich nur noch unseren abschließenden Seetag vor uns, bevor es über die Elbe zurück nach Hamburg geht. Als Zwischenfazit können wir hier, nachdem wir die regenreichste Stadt Europas verlassen haben, sagen, dass das Wetter in allen Häfen einfach nur bombastisch war. Wir wünschen uns immer nur, dass es trocken bleibt, aber mit purem Sonnenschein und Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad Celsius konnten wir nicht rechnen und sind umso dankbarer und einfach nur glücklich darüber.
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